Kalimandscharo mit Weitblick

28.09.2017

WL: Brun­hild Schulz

18 km

Lei­der kam es nicht zum Weit­blick, denn die Wol­ken hin­gen tief und die Son­ne hat­te kei­ne Chan­ce durch­zu­schei­nen. Des­halb strahl­te die Abraum­hal­de nicht in dem übli­chen weiß, son­dern mehr bräun­lich. Unse­re Wan­de­rung mit einem Berg­füh­rer ging durch das Kali­werk und dann stets ent­lang des För­der­ban­des bis auf das Pla­teau der Abraum­hal­de. So beglei­te­te uns auch das stän­dig rol­len­de und schep­pern­de Geräusch des För­der­ban­des bis hoch und wie­der zurück. Man hät­te sich nicht ver­lau­fen kön­nen. Die eigent­li­che Tour bis auf die höchs­te Stel­le auf 120 m Höhe dau­er­te ca. 2,5 Std. Wir gin­gen auf einer Stra­ße mit mehr oder weni­ger losem Salz­ge­misch. Man könn­te mei­nen, es ist Win­ter; die Stra­ßen sind ver­eist und dar­über liegt eine zer­fah­ren­de Schnee­schicht auf der man aus­rut­schen könn­te. Aber es ist dort zu kei­ner Zeit glatt, weder bei Son­ne, Regen oder Käl­te! Auf der Hal­de wächst nichts, kein Unkraut, kei­ne Moo­se oder Flech­ten, kein Strauch, der sich den har­ten Bedin­gun­gen ange­passt haben könn­te, geschwei­ge denn eine Blu­me. Ich sah auf dem Pla­teau ganz kurz einen Vogel, der aber schnell wie­der zum Abflug anset­ze. Die Hal­de gleicht einer Mond­land­schaft. So, wie das För­der­band den Abraum her­un­ter­schüt­tet, bleibt es lie­gen und wird ein in Wel­len hart gewor­de­nes Salz-Gestein-Gemisch. Das gewon­ne­ne Kali wird über­wie­gend als Dün­ge­mit­tel ein­ge­setzt. Zurück ging es in einem gro­ßen Bogen durch den Wald bis zum Haus der Wan­der­lei­te­rin, die uns mit Kaf­fee und Kuchen über­rasch­te. Vie­len Dank.

Fazit: Inter­es­san­te Wan­de­rung — das muss man mal gese­hen haben

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